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Und dann kommt dir der Gedanke: Ich bin nicht allein. Ich hab ja mich.
Wann haben wir eigentlich aufgehört so zu sein wie wir uns wirklich fühlen?
Frauen, die ziemlich dünn sind und behaupten sie sein "zu fett", würde ich am liebsten mit dem Gesicht voraus an die Wand klatschen.
"Dein leben war doch schön!" - "Ich bin erst 10 Jahre alt." - "Ich habe gesagt schön, nicht lang."
"Haumich und Flaumich sitzen auf dem Baum. Flaumich fällt runter. Wer bleibt übrig?" - "OMG! Ist ihm was passiert?"
"Das war nicht witzig." - "Du hast doch gelacht." - "Ich lache immer. Ich bin bekloppt."
Ihr wisst gar nicht wie anstrengend es ist jeden Tag so zu tun, als sei einem nicht alles scheißegal.
Alles ist so scheiß normal. Kann alles nicht mal einfach scheiße einzigartig sein?
"Mein schönster Moment war die Geburt meines Sohnes." - "Meiner war meine Hochzeit." - "Meiner, als der Schwangerschaftstest negativ war."
"Halt die Fresse. Von deinem Deutsch kriegen meine Ohren Menstruation."
Dafür lohnt es sich zu leben: Frische Bettwäsche, das Gefühl geschnittener Haare und der Geruch neuer Bücher.
"Und wer liebt mich?" - Geschockte Blicke der Familie. - "Niemand? Dacht ich mir."
Vorhin bei Edeka: "Er passt nicht rein." - "Dann feuchte ihn halt ein bisschen an und versuch es ruckartig."
Ich kann nie geliebt werden, wie ich wirklich bin, weil ich mich nie so gebe.
Ich habe dieses Spiel "Liebe" oder so schon öfters mal durchgespielt und bis jetzt immer verloren. Deswegen versuch ich jetzt mal Monopoly.
Manchmal verspüre ein Verlangen etwas zerbrechliches aus dem Fenster zu werfen. In der Hoffnung, irgendwas unschuldiges zu treffen.
Ich sitze mit meiner teuern, hellen Jeans auf meinem frisch bezogenen Bett und esse Schokopudding um halb 1 Uhr morgens. Risikobereitschaft.
Wäre ich ein Land, wäre auf meiner Flagge eine Faust, die der ganzen Welt den Stinkefinger zeigt.